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TAG 6
El Roi – Gott der mich sieht

1. Mose 16,11-12
Siehe, ich will deinen Samen so mehren, dass er vor großer Menge unzählbar sein soll. Du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Ismael geben, weil der Herr dein Jammern erhört hat. Er wird ein wilder Mensch sein, seine Hand gegen jedermann und jedermanns Hand gegen ihn; und er wird allen seinen Brüdern trotzig gegenüberstehen.

In 1. Mose 16 lesen wir die Geschichte von Abraham und Sarah. Beide waren schon sehr alt und hatten trotz Gottes Verheißung bisher keine Kinder bekommen können. Damit Gottes Verheißung aber nicht unerfüllt bliebe, endschieden die Menschen ihre eigenen Wege zu gehen. So wurde die Magd Abrahams Hagar schwanger. Doch diese Situation wurde so kritisch, dass Hagar entschloss, vor Sarah wegzulaufen.

In Vers 9 – 12 lesen wir, wie der Engel des Herrn Hagar am Brunnen findet, an dem sie sich zur Ruhe gesetzt hatte und zu ihr sagt, dass sie zu ihrer Herrin zurückgehen soll, aber sich nicht fürchten muss. Gott sieht sie und verspricht ihr und ihrem Sohn eine verheißungsvolle Zukunft. Und Hagar nannte den Namen des Herrn, der mit ihr redete: Du bist der Gott, der mich sieht. Hagar weiß, was es bedeutet so verzweifelt zu sein, dass man keinen Ausweg und auch keine Zukunft mehr für sich sieht. Hagar weiß was es bedeutet, überall nur auf Ablehnung zu stoßen, für das was man ist oder für das was man getan hat und dabei in seiner eigenen Not nicht wahrgenommen zu werden. Doch Gott tut das nicht. Obwohl sie aus einem anderen Volk stammt und Gottes Verheißung Abraham und seinen Nachkommen galt und nicht ihr, darf sie trotzdem seinen Zuspruch in ihrer bittersten Not und Angst erfahren und erleben, wie Gott sie sieht und ihr und ihren Nachkommen eine große Zukunft verspricht.

Gott kennt auch Deine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Er sieht Dich, egal in welcher schwierigen Situation Du jetzt gerade steckst oder in der Zukunft noch stecken wirst, und will dich in Deiner Not trösten, ermutigen und dir Hoffnung und Zuversicht für Deine Zukunft geben. Wie hoffnungslos Deine Situation oder deine Zukunft auch aussehen mag, Gott hat einen guten Weg für Dich. Wie genial ist es, zu wissen, dass Gott nicht nur die große Masse sieht, sondern auch den Einzelnen. Ob wir von anderen Menschen gesehen werden oder nicht, er möchte persönlich in dein Leben hineinsprechen.

Wir danke Gott

  • dass er uns in jeder Lebenslage sieht und unser Leben besser kennt, als wir es tun.

  • dass sein Zuspruch und seine göttliche Perspektive für alle Menschen gelten; ganz unabhängig von dem religiösen Background, den Taten oder dem Ansehen in der Gesellschaft.

Wir beten, dass:

  • Gott in den schwierigen Momenten zu uns sprechen darf und dass wir auf das hören wollen, was er uns sagt.

  • Gott uns die Menschen zeigt, welche in schwierigen Situationen sind.

  • wir selbst anderen Menschen Gottes hoffnungsvollen Zuspruch zusprechen können.

  • einsame Menschen sich gesehen fühlen.