6. Nächstenliebe

12 Da sprach er zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel! Denn von dem ersten Tag an, da du dein Herz darauf gerichtet hast, zu verstehen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden, und ich bin gekommen um deiner Worte willen. — Daniel 10,12

4 Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, 5 auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht — aus Gnade seid ihr errettet! — 6 und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus, 7 damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus. — Epheser 2,4-7

7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden. — Johannes 15,7

19 Weiter sage ich euch: Wenn zwei von euch auf Erden Übereinkommen über irgendeine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteilwerden von meinem Vater im Himmel. 20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte. — Matthäus 18,19-20

Als Christen sollen und dürfen wir füreinander beten. Dass kann für die beste Freundin oder den besten Freund sein, der gerade Fragen hat oder in einer schwierigen Situation ist. Genauso können wir für Menschen, die wir nicht kennen, die vielleicht sogar in anderen Ländern leben beten. Oder wir beten für die Regierung, Menschen mit Verantwortung, Chefs und Gemeindeleiter. In der Fürbitte bringen wir diese Menschen vor Gott, wir beten, dass Gott ihnen hilft, dass er ihnen zum Beispiel Weisheit oder Kraft gibt. Fürbitte bedeutet mit Gott zusammenzuarbeiten, ihn um Dinge zu bitten, die er gerne auf der Erde tun möchte. Unser Gott drängt sich uns nicht auf. Er hat einen Plan mit den Menschen und der Welt. Doch in kleineren und größeren Themen wartet er ganz „gentlemanlike“ auf unsere Bitte, unsere „Erlaubnis“, einzugreifen. Und dass, obwohl er diese Erlaubnis nicht nötig hätte.

Indem wir mit offenen Augen durch die Welt gehen, sensibel für Probleme und Herausforderungen in unserem Umfeld sind und mit diesen Themen vor Gott treten, ihn um sein Eingreifen bitten, werden wir zu Partner von Gott. Unser Wirken und Zusammenarbeiten mit ihm beginnt nicht erst im Himmel, sondern schon hier auf der Erde. Paulus schreibt in seinem Brief an die Epheser, dass wir durch den Tod und Sieg von Jesus mit ihm auferstanden und im Himmel eingesetzt sind. Wir dürfen zu Gott, unserem Vater im Himmel, sprechen und ihn um Eingreifen und Veränderung bitten. Wichtig bei Fürbitte ist, dass wir eng mit Gott verbunden sind. Es geht in erster Linie um ihn, dass er die Macht hat Dinge zu verändern und dass er die Welt und alles, was auf ihr passiert, in seiner Hand hält. Wenn wir nah an ihm dran sind, dann können wir auch seinen Wunsch für die Welt und die Menschen verstehen und noch konkreter bitten. Wenn wir eng mit Gott verbunden sind, wird er uns keine Bitte abschlagen wird. Die Nähe, die wir zu Gott haben, hat unmittelbare Auswirkungen auf unsere Gebete. Denn dadurch beten wir automatisch, was ER auf dem Herzen hat und dass sein Wille geschehe.

Für dich allein ausgesprochene Fürbitte kann bereits enorme Kraft freisetzen, doch gemeinsam ausgesprochene Fürbitte hat noch mehr Kraft. Nicht umsonst sagt Jesus in Matthäus 18, dass dort, wo sich zwei oder drei im Gebet versammeln, er gegenwärtig ist. Wenn zwei oder drei Christen im Gebet zusammenkommen, wenn sie gemeinsam vor Gott einstehen, dann ist diese Einheit ein Lobpreis für Gott. Lasst uns also gemeinsam füreinander beten!

Wir beten,

  •  dass Gott unser Mittelpunkt in den Gebeten ist und dass sein Wille geschieht.
  • dass Kriege aufhören, dass Einigkeit unter Machthabern und Völkern entsteht. Wir bitten, dass Hungersnöte ein Ende finden und Menschen mit täglicher Nahrung versorgt werden.

  • dass Christen, die unter Verfolgung leiden, ihr Vertrauen weiterhin auf Gott setzen. Wir beten, dass er ihnen Schutz schenkt und sie für ihre Treue belohnt. Wir beten dafür, dass Gefangene frei werden und dass Gemeinden dem Druck standhalten können.

  • für unser Land. Wir beten, dass Menschen mit Verantwortung, die richtigen Entscheidungen treffen und dass Gott ihnen die Weisheit dafür schenkt.

  • dass Menschen, die in unserem Land leiden, unter Armut, Druck, Krankheit und sozialen Nöten, Gott begegnen, dass sie ihre Sorgen bei ihm abgeben und frei werden können.

  • für unsere Stadt. Dass wir einen echten Unterschied in unserer Stadt machen können. Wir beten, dass Gott auch in unserer Stadt durch uns sein Reich baut. Wir beten für Frieden und Einigkeit in der Politik.

  • dass Gott unser Herz durchfluten soll, mit seinen Wünschen und Plänen für den Wirkungskreises unseres Campus. Wir wollen erkennen, was er durch unseren Campus in der Nachbarschaft verändern möchte und bitte ihn konkret darum.