4. Berufung

18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. 19 So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen. — Matthäus 28,18-20

4 Und das Wort des HERRN erging an mich folgendermaßen: 5 Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen, und bevor du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt; zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt! — Jeremia 1,4-5

14 Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl! — Psalm 139,14

Bei dem Thema Berufung können wir in zwei Kategorien unterscheiden. Zum einen in eine allgemeine Berufung für alle Nachfolger Jesu. Für diese gilt der sogenannte Missionsbefehl, der unter anderem am Ende des Matthäus Evangeliums zu finden ist. Er wird vorerst an die Jünger Jesu gerichtet. Doch er kann auch für uns gelten, da wir auch Nachfolger Jesu sind. Besonders schön, finde ich hier, dass Jesus in Vers 18 deutlich macht, dass ihm alle Macht der Welt gegeben ist und wir im Anspruch auf diese Macht von Jesus handeln dürfen. Jesus sagt außerdem auch, dass er bis zum Ende der Welt bei seinen Jüngern und so auch Nachfolgern sein wird. Diese Unterstützung gilt für alle, die Jesus nachfolgen und Menschen für ihn gewinnen wollen.

Doch wie kann das konkret aussehen. Ich glaube auch, dass Gott für jeden seiner Kinder und Nachfolger eine persönliche Berufung hat, wie wir konkret, jeder auf individuelle und unterschiedliche Art und Weise, die allgemeine Berufung vom Missionsbefehl ausüben können. Wie in den Versen aus Jeremia und dem Psalm beschrieben, hat Gott jeden Menschen bereits vor der Geburt gekannt und ihm eine Bestimmung gegeben. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott für jeden von uns eine Berufung hat, wie wir konkret sein Reich bauen, zu Jüngern machen und leuchten dürfen für diese Welt. Das Schöne ist, finde ich, dass jeder dies mit seiner persönlichen Berufung machen darf, die auf einzelnen und unterschiedlichen Begabungen, Leidenschaften und Herzensanliegen abgestimmt und angepasst ist. In Psalm 139 heißt es, Gott habe alles in dem Menschen geschaffen und, dass dies wunderbar und einzigartig ist. Daraus lese ich zum einen, Gott hat alles in dem Menschen geschaffen, was auch die Begabungen und Leidenschaften einbezieht. Schön auch, dass folgendes deutlich wird: Es ist wunderbar, mit welchen Gaben, Leidenschaften, Stärken und Schwächen Gott jeden Menschen einzigartig ausgestattet hat. Diese Unterschiedlichkeit ist demnach enorm wichtig, sowie jeder unterschiedlich ausgerüsteter Nachfolger Jesu und somit Mitarbeiter von Gottes Reich.

Das Gebet bzw. das Gespräch mit Gott, bietet uns die Möglichkeit herauszufinden, welche Begabungen Gott in uns hineingelegt hat und welchen Weg er für uns hat. Das kann man auch Berufung nennen. Wir dürfen im Gespräch mit ihm konkret danach fragen, was sein Plan für uns in dieser Welt ist.

Wir danken Gott

  • dafür, dass Gott jeden von uns mit Begabungen ausgerüstet hat.

  • für Gottes souveränen Plan für jedes seiner Kinder.

  • dass wir Teil seines großen Plans sein dürfen.

Wir beten, dass:

  • Gott konkret in Bezug auf unsere persönliche Berufung zu uns spricht.

  • wir unsere einzelnen Begabungen entdecken und für Mut dieser auszuprobieren.

  • dass wir uns gegenseitig liebevolles Feedback geben und uns unterstützen beim Ausprobieren unserer Begabungen.

  • dass wir die unterschiedlichen Begabungen und Aufgabenbereiche, die wir in unsrer Gemeinde und in unserem Umfeld haben, wertschätzen.