3. Beziehungsweise

Und es geschah, solange Mose seine Hand aufhob, hatte Israel die Oberhand; wenn er aber seine Hand sinken ließ, hatte Amalek die Oberhand. (…) Und Josua überwältigte Amalek und sein Volk mit der Schärfe des Schwertes. (…) Und Mose baute einen Altar und nannte ihn »Der Herr ist mein Kriegsbanner«. — 2. Mose 17,11-15

37 Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. 38 Das ist das erste und größte Gebot. 39 Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. 40 An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten. — Matthäus 22,37-39 (siehe auch 5.Mose 6,5; 3.Mose 19,18)

11 Und der HERR redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet; und er kehrte wieder ins Lager zurück. Aber sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der junge Mann, wich nicht aus dem Inneren des Zeltes. — 2. Mose 33,11

39 Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! (…) 42 Wiederum ging er zum zweiten Mal hin, betete und sprach: Mein Vater, wenn dieser Kelch nicht an mir vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! (…) 44 Und er ließ sie, ging wieder hin, betete zum dritten Mal und sprach dieselben Worte. — Matthäus 26,39;42;44

17 Eisen schärft Eisen; ebenso schärft ein Mann den anderen. — Sprüche 27,17

Beziehung kann auf zwei Weisen gelebt werden. Zum einen die Beziehung zu Gott und zum anderen zu unseren Mitmenschen – Familie, Freunde, Kollegen, Vorgesetzte, bekannte oder weniger bekannte Menschen.

In Matthäus 22 lesen wir, wie Jesus folgendes sagt: am wichtigsten ist es Gott, dass wir ihn von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und dem ganzen Denken und aller Kraft, lieben. Dies soll mit vollständiger Liebe erfolgen, die alles daransetzt, Gott zu lieben. Dies sei das wichtigste Gebot. Doch genau so wichtig ist es, den Nächsten, also den Mitmenschen genauso zu lieben, wie sich selbst. Es sagt aus, dass ich mein Gegenüber so lieben soll, wie ich es mir für mich wünschen würde. Spannend ist, dass diese beiden Gebot bereits im Alten Testament in den Mose-Büchern erwähnt werden. In 5. Mose 6 lesen wir in der Aufzählung der 10 Gebote, dass die höchste Priorität sein sollte, Gott mit uneingeschränkter Hingabe zu lieben. In 3. Mose 19 wird das Gebot der sogenannten „goldenen Regel“ beschrieben. Die Aussage den Mitmenschen so zu lieben, wie man selbst geliebt werden möchte, zieht sich durch die ganze Bibel.

Wie genau wir Gott und auch andere, zum Bespiel unsere Freunde, lieben und mit ihnen umgehen können, beschreibt 2. Mose 33, 11. Gott redet mit Mose, wie mit einem Freund, von Angesicht zu Angesicht. Auch wir können vor Gott treten und mit ihm reden, wie mit einem Freund. Wir dürfen ehrlich zu ihm sein, ihm sagen, was uns beschäftigt und ihm durch eine offene Herzenshaltung Liebe erweisen. Genauso dürfen, wir ihm aber auch Lob und Dank aussprechen. Ergänzend dazu dürfen wir ihm sagen, was uns auf dem Herzen liegt und darum bitten, dass er uns offenbart, was sein Herz bewegt.

Ja, wir dürfen uns Zeit nehmen, um Zeit mit ihm zu verbringen und enge, ehrliche, offene, intime Beziehung zu ihm zu leben. So wie auch Jesus dürfen wir all unsere Bedenken und Fragen vor Gott bringen. An Jesus Gebeten aus Matthäus 26 bewundere ich vor allem, wie er trotz der schwierigen und harten Umstände bei allen drei Gebeten sagt, Gottes Wille soll geschehen. Ich denke dies ist die höchste Form von Hingabe und Liebe, die wir unserem Gott geben können, in dem wir damit ausdrücken, er weiß besser was gut und richtig ist und ich vertraue ihm dabei, so schwierig es auch sein mag.

Freundschaft und Beziehung ist ein häufig angesprochenes Thema in der Bibel. In den Sprüchen finden wir die Aussage, dass so wie man Eisen durch Eisen schleift, so auch ein Mensch den Charakter eines anderen schleift. Dies kann man nun auf Menschen, die einem nahe stehen beziehen, die sich beispielsweise gegenseitig prägen, ermutigen oder in Liebe ermahnen. Genauso sind damit Menschen gemeint, wo es uns herausfordert, mit ihnen zurecht zu kommen. Auch solche Beziehungen kann man prägen und durch eine dienende und liebevolle Haltung gegenüber dieser Person beeinflussen. An anderer Stelle in dem Buch der Sprüche wird deutlich, dass Offenheit und Ehrlichkeit ein Zeichen wahrer Freundschaft sind. Für mich heißt dies, es kann auch unangenehm sein, doch im nächsten Moment kann es heilsam und gewinnbringend sein. Offenheit und Ehrlichkeit sind demnach wichtig und gesund für eine gute Beziehung.

Wir danken Gott

  • ganz konkret für die guten Beziehungen in unserem Leben.

Wir beten,

  • dass wir Gott ehrlich dienen und ihn aufrichtig lieben können.
  • dass Gott zu uns redet und wir ihm gerne Raum dafür geben.
  • für Weisheit in schwierigen Beziehungen nach seinem Willen zu handeln.
  • dass Beziehungen in der Kirche tiefer, ehrlicher und offener werden.